5 : 4 Niederlage gegen die Plöischler

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Der eigenhändige Genickbruch

Das Halbfinal gegen die Plöischler stand unter speziellen Vorzeichen. Nach einem „Genesungswunder von Entlebuch“ ( siehe Artikel ) waren alle Beteiligten froh, dass das Halbfinal überhaupt noch stattfinden konnte. Nach zwei Niederlagen während der Saison war noch eine Rechnung offen.

In den ersten sieben Minuten hatten die Penguins nicht viel vom Spiel. Die Plöischler drückten aufs Tempo und liessen den Surseern kaum Zeit und Platz sich zu organisieren. Es kam, was kommen musste. In der fünften Minute zappelte der Puck im Tor: Null zu eins, hiess es. Bis zur 7. Minuten konnten die Penguins sich auch beim Schlussmann bedanken, dass die Escholzmatter nicht noch weiter vorlagen. Das Spiel war schnell und das Pendel schlug auf beiden Seiten aus. In der 16. Minute war es Sebi Fuchs, der zum 1:1 einschoss. Auf Pass von Yves Sollberger tankte sich der Torschütze links durch und versenkte sicher. Nur zwei Minuten davor war es Jerry Fischer, der knapp am Führungstreffer vorbei schrammte. Der Torhüter wäre bereits geschlagen gewesen, die Torumrandung hielt das Spiel aber spannend. Auch dann passierte, was passieren musste. In der 18. Minute zappelte das Netz erneut auf der falschen Seite. Ein vorlest harmlos scheinender Angriff fand über Umwegen den Weg ins Tor.

Der Pausentee schien geholfen zu haben. Nur zwei Minuten im zweiten Drittel legte Lino Schumacher herrlich für Jerry Fischer auf. Das Spiel war wieder neu lanciert. Die Gangart wurde ruppiger, die Penguins nahmen das Spieldiktat vermehrt in die Hand. Nach 27 Minuten hämmerte Thomi Helfenstein den Puck sehenswert ins Gehäuse. Der Schuss passte. Nach einem Gewühl vor dem Tor schaufelte Rafi Stöckli und Yves Cadotsch die Scheibe frei, die dann quer vor dem Tor Thomi fand. Zum ersten Mal führten die Penguins und behaupteten bis Ende des zweiten Drittels die Führung souverän. Aufgrund einigen unglücklichen Abschlussversuchen, aber auch tollen Paraden des gegnerischen Keepers hiess es aus Sicht der Penguins „nur“ 3:2.

Das letzte Drittel hatte es in sich. In der 45. Minute gelang dem Gegner nicht nur der glückliche Ausgleichtreffer, sondern 9 Sekunden später auch gleich der Führungstreffer. Zwei absolut nicht entschuldbare Tore drehten das Spiel auf den Kopf und alle Penguins fragten sich, ob dies gerade wirklich passiert ist. In der 55. Minute trippelten die Entlebucher unbeantwortet zum 5:3 nach. Der Anschlusstreffer 90 Sekunden später von Mark Schenck brachte die Hoffnung zurück ins Team und das Schlussfurioso begann. Die Penguins drückten vehement auf den Ausgleichstreffer, aber der Schlussmann hielt dicht. Die Lichter gingen aus, die falsche Mannschaft jubelte.

Die Penguins verloren einen gewinnbaren Match aufgrund einer ungenügenden Teamleistung vorne, sowie auch hinten. Die Entlebucher wären in ihrer Mannschaftsaufstellung schlagbar gewesen und es schmerzt, die Niederlage eingestehen zu müssen. Mit zu vielen unnötigen Toren und zu wenig genützten 100%-Chancen brachen wir uns das Genick gleich selber. Die Tatsache, dass kein Spieler mehr als ein Punkt gebucht hat, sagt wohl mehr als dieser gesamte Matchbericht zusammen. Nun stehen die Entlebucher im Final den übermächtigen Hunters aus Zug gegenüber. Wir wünschen den Plöischler am kommenden Samstag viel Glück und eine möglichst rasche Genesung.

Matthias Heyer (0/1), Janik Waller, Raphael Stöckli (0/1), Lino Schumacher (0/1), Jerry Fischer (1/0), Beni Lötscher, Matthias Müller, Benno Tschopp, Marc Roschi, Sebi Fuchs (1/0), Christian Wyss (0/1), Dume Helfenstein, Thomas Helfenstein (1/0), Yves Sollberger (0/1), Yves Cadotsch (0/1), Mark Schenck (1/0)

 

Geschrieben von C. Wyss

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